Deutscher Psalm
Deutscher Psalm
Da schweigst du nun, eine Sprache
Kläglich, mit deinen Dialekten
Zu verspotten, mitten im
Englischen Einheitssumpf
Verklungen aus dem Herzen Europas
Bedrängt von seiner großen Geschichte
Die Zungen, die dich tragen, trocken
Kummer auf Jammer getürmt
Zu einem Börsental
Sich an der Krise brechend
Deren Handlanger du bist
O Deutsch! Mephisto der Sprachen!
Wie kann ich dich verstehen!
Wie oft, voll Vergangenheit, formten
Deine Lippen wiedergutmachenden Sinn
Wie ein Adler beobachten dich deine Feinde
Sie verachten dich, ob du gut bist oder nicht
Recht verroht. Deine Liebe musst du dir verdienen
Ich spreche dich nicht lieber als jede andere
Ich beherrsche dich anders. Du machst mich aus
Wie die letzte Schlacht
Deine Gewalt mit Ohren jagend
Verschweige ich deine Worte nicht, wo du zu Stolz verführst
Gegen deine Henker stehe ich auf
Deine Mauern öden mich an
Nicht das hasse ich, was hinter deinem Ausdruck sich verbarg
Nicht das, wie du jetzt geschrieben schwankst
Aber deine immerneuen Ängste hasse ich, die Last deines Namens
Die dunkel dein mundfaules Morgen umhüllt
Die Feigheit, dich laut zu lieben
Die Dummheit, heute wunschlos
Dich zu ertragen
Denn meine Sprache bleibst du immer
Auch unausgesprochen
Mein Deutsch, das frei mir voraus klingt
Wo ich dich durch die Welten schreibe
So verraten mich deine Taten, meine Sprache
Da schweigst du nun, eine Sprache
Kläglich, mit deinen Dialekten
Zu verspotten, mitten im
Englischen Einheitssumpf
Verklungen aus dem Herzen Europas
Bedrängt von seiner großen Geschichte
Die Zungen, die dich tragen, trocken
Kummer auf Jammer getürmt
Zu einem Börsental
Sich an der Krise brechend
Deren Handlanger du bist
O Deutsch! Mephisto der Sprachen!
Wie kann ich dich verstehen!
Wie oft, voll Vergangenheit, formten
Deine Lippen wiedergutmachenden Sinn
Wie ein Adler beobachten dich deine Feinde
Sie verachten dich, ob du gut bist oder nicht
Recht verroht. Deine Liebe musst du dir verdienen
Ich spreche dich nicht lieber als jede andere
Ich beherrsche dich anders. Du machst mich aus
Wie die letzte Schlacht
Deine Gewalt mit Ohren jagend
Verschweige ich deine Worte nicht, wo du zu Stolz verführst
Gegen deine Henker stehe ich auf
Deine Mauern öden mich an
Nicht das hasse ich, was hinter deinem Ausdruck sich verbarg
Nicht das, wie du jetzt geschrieben schwankst
Aber deine immerneuen Ängste hasse ich, die Last deines Namens
Die dunkel dein mundfaules Morgen umhüllt
Die Feigheit, dich laut zu lieben
Die Dummheit, heute wunschlos
Dich zu ertragen
Denn meine Sprache bleibst du immer
Auch unausgesprochen
Mein Deutsch, das frei mir voraus klingt
Wo ich dich durch die Welten schreibe
So verraten mich deine Taten, meine Sprache
msrose - 9. Okt, 00:43
