1
Okt
2018

Berlin, Berlin

LUCA Berlin, Berlin, is och ma jut jetz, 17 Mille für weeste, wenn de janzen Touris aus la Franze antanzn mit ihrm schickn Jeschichtsjedöns Paris, Paris, selbst für die is det zuville ine Stadt, det janze Jedenkn, Mahnmal hier, Erinnern da, allet voll im dickn B., nee, det Wippding muss an echtn Rand, Deutschland, wa, wat Joldijes als Einheitsdenkmal, Junge, Junge, da fühlste dir jawoll erst rechte verschaukelt, jeteilte Stadt, det is ja nur de halbe Wahrheit, wir sind ein geteiltes Land, verstehste det, det Einheitdingens, pack det ma uf de Schicksalsgrenze uf Friedland druf, kennste nich, hübschte de olle Zonenrand ma joldig uf, jibet jenuch Platz, wat Sonnijes für Düsterland, wo se ma alle anjekomm sin, Friedland, ane Grenze lüttet Museum is och schon da, kannste dir ine Uffanglagabettn anhörn, wat se zu sajn habn, von hübn un drübn, Marienborn, wat weiß icke, haste jenuch Platz, bauste ne Secret- Escape-Herberje gleich mit dabei jejn det Verjessn am Zonenrand, für die, die sich det janze jeteilte Elend jar nich mehr, det ma am Rande, mauerste de Jestörtn künstlich mit ein für 17 Mille, krichste Kunstpippi ine Glubscha. (Berliner Fassung / Hecken.Schnitt reloaded)

25
Aug
2018

Schule der 16 / Ich will den Sommer zurück etc.

ich wünsche euch (mit meinen texten) einen MEDIENSTARKEN unterricht. herzlich, m.s.rose
-----

ich will den sommer zurück

im sommer waren wir so nah dran/
zumindest fühlte es sich richtig an/

habe wie verdammt deine nähe gesucht/
und doch jede begegnung mit dir verflucht/
du hast mein herz nicht nach dir schreien hören/
kalt ausgestrahlt, coole gefühle stören/
sprach wirklich nur noch nett mit all den leuten/
die meiner seele nichts bedeuten/

ich will den sommer zurück, mitten im winter/
will deine finger heiß an meinen kleben spürn/
ich will den sommer zurück, mitten im winter/
will deine gedanken in meinen traum entführn/
ich will den sommer zurück, mitten im winter/
will jeden tag dein herz mit meiner sonne kürn/

wollte einfach ganz und gar mit dir zusammen sein/
doch waren wir zusammen nirgendwo ganz allein/
dicht umgeben von gefühlten hunderttausend stimmen/
konnte ich dir nie direkt von meiner liebe singen/
vielleicht war es einfach schiss vor falschen zeichen/
wünschte dir wirklich, was großes zu erreichen/
schöner, jünger, gesünder, einfach perfekter für dich/
will, dass du glücklich bist, das spürst du hoffentlich/

ich will den sommer zurück, mitten im winter/
will deine finger heiß an meinen kleben spürn/
ich will den sommer zurück, mitten im winter/
will deine gedanken in meinen traum entführn/
ich will den sommer zurück, mitten im winter/
will jeden tag dein herz mit meiner sonne kürn/

zerrissen war ich nie, mir sicher schon immer/
ironischer mist machte alles noch schlimmer/
bis zum abwinken hast du immer wieder nur wie eisbetört/
mein desinteresse vernommen, was jedes schweigen verstört/
obwohl dir allein bestimmt der quatsch in meinem herzen gehört/

ich hab´s ordentlich vergeigt, schon klar/
leck` jetzt allein die wunden der zeit, das jahr war ziemlich bizarr/
im sommer waren wir so nah dran/
will nicht fassen, wie so was tiefes noch scheitern kann/

ich will den sommer zurück, mitten im winter/
will deine finger heiß an meinen kleben spürn/
ich will den sommer zurück, mitten im winter/
will deine gedanken in meinen traum entführn/
ich will den sommer zurück, mitten im winter/
will jeden tag dein herz mit meiner sonne kürn/

ganz und gar und stück für stück/
und wer auch immer jetzt in deinen armen lügt, wünsch dir glück/

ich will den sommer zurück



________

Schule der 16

Klassenstärke: pro max. 16 Schüler / 1 Lehrer

Malteser Social Day: Schönere Schulen durch soziales Engagement der Investmentbanker

Fortbildung für Eltern/Erziehungsberechtigte

Deutsch-Kommunikationskurse (Kindergarten bis Abitur)

Täglich 16 Minuten Aggressionsabbau-Training: Musik / Rollenspiel / Qigong

Schulleitbildverpflichtung: Demokratie / Menschenrechte / Gleichberechtigung / Medientage

Ethik (Glücksforschung) für alle

Talentförderung /Astrophysik für Mädchen/ AbiBac / Hauswirtschaft für Jungen / Schulhausroman / Lachen befreit

Internationales Schulaustausch-Projekt / Internet- AG: „Welt der Zukunft“


parisbymsr


-


in short / in diesen zeiten sag nein (rose frei nach borchert)

du. Polizei-Armee. wenn sie dir befehlen, gewaltsam gegen mündige und aufgeklärte vorzugehen, die friedlich ihr recht und glück erkennen: sag NEIN!

du. Regierung. wenn dir die wirtschaftsmächte lukrative militärschläge oder klima-, flüchtlings-, feinstaub- und handelsabkommen gegen jede menschlichkeit und vernunft diktieren: sag NEIN!

du. Investmentbank. wenn sie dir befehlen, eine gute hure zu sein: sag NEIN!

du. Kultur. wenn neureiche die kreativität der avantgarde ausbremsen, weil ihnen einzig ihre bildungsarme trophäenjagd heilig ist: sag NEIN!

du. Sport. wenn diskriminierend und unsolidarisch für korrupte spiele gekämpft wird: sag NEIN!

du. GeschichtsWissenschaft. wenn fakten gezielt vernichtet werden: sag NEIN!

du. Weltbürgertum. wird die meinungs- und pressefreiheit beschnitten, dein leben wie kaltes glas durchleuchtet und deine privatsphäre grund- und würdelos als öffentlicher raum missbraucht: sag NEIN!

du. Agrarlobby. verteidige die natürliche vielfalt. wenn dir in der schlacht um das gentechnisch manipulierte saatgut die aggressive regulierung aufgetischt wird: sag NEIN!

du. Extrem. gewalt ist dein fahrschein zur hölle. wenn dich der zug erfasst: sag NEIN!

du. Bildung. frauen und männer sind gleichberechtigt. wenn dich medizin, religion und industrie versklaven: sag NEIN!

du. Verantwortung. wenn antidemokraten, die noch eine rechnung offen haben, als egomanische entscheidungsträger an machtpositionen, patente und pipelines gelangen: sag NEIN!

du. Erde. wenn daten über erderwärmung, elektrosmog und bienensterben manipuliert werden: sag NEIN!

du. Gewissen. wenn sie dich kaufen, um unschuldige zu belasten: sag NEIN!

du. Herz. übe dich in barmherzigkeit. die welt braucht deine LIEBE LOVE AMOR



-
____

Der Preis der Pipeline

In behausten Ruinen
Wütet kein Staunen mehr

Kinder wuchten Kilometer
Für ein neues Lachen
Ohne Halt

Pläne jagen Geblendete
Für ein neues Konto
Mit Gewalt

In verratenen Armen
Tobt kein Reich mehr

Nahtlos reiht sich
Hunger an Geschütz

Wo Zukunft in Fetzen
Durch Trümmer zittert
Strömen Öl und Gas
Milliardenschwer
Unter dürrem Land

Nur der Sand treibt
Würdevoll zum Licht

___

Eurafrika


Mit 8 loyal Gold
Bis aufs Blut geschürft.

Den jüngeren Bruder
Für den Herren der Mine
Vor den Augen der
Mutter erschossen.

Waffen als einziger
Unterhalt.

Aus Ödland
Wächst Rohdiamant.

Mit 13 seltene Erden
Für ein Ticket nach
Europa geplündert.

Vom versunkenen Schiff
Gerettet und
Gestrandet.

Zum Pfandsammeln und
Blutspenden geschickt.

Aus blühenden Landschaften
Wächst Ödland.

In den Börsentälern
Versickert
Erbarmen.

In Ödland
Blüht Lavendel.

____


NEW WORLD ORDER ROULETTE


Wenn die Kirchen brennen
Für Cash `N Sex
Sind die Reichsten uneins
Über Klima und Pipelines
In der Filmbotschaft
Der Geheimwirtschaft
Köpfen Schwerter
Für getürkte Spiele
De-mo-kra-ti-en
Ohne moderne Werte
Morden fremde Söldner
Bis zum Entvölkern

Europa, steh auf!

Wenn deine Kinder brennen
Für False Flag `N Oil
Liegt die Freiheit in Ketten
Egal, durch welche Betten
Spielt China nett Russisches
Roulette im Schlussverkauf
Von Hollywood mit
Manipuliertem Patentschutt
Für Prunkpaläste
Der Diktatoren
Galane, die wie
Gladiatoren
In gestohlener Erde
Zum Hohn der Hungergebärde
Mit Bankendienern
Freundschaft verminen

Europa, steh auf!

In der neuen Ordnung
Stehen dir dann allein
Kalte Küchen offen
Wo vereinzelt noch
Fern von Goldpeitschen
Und Blutgeld
Nicht erst seit Waterloo
Unbeobachtet
Liebende hoffen

Europa, steh auf!

Wenn enttarnte Tycoone
Bei einem warmen Essen
Für die humane Lesson
In Share `N Compassion
Brennen, werden Kulturen
Von Erpressbaren
Zu Mangelwaren

Steht Europa auf



Ich glaube an Europa
Die Frau mit der weiten Sicht
An Eurasien, den Kontinent
Die erneuerbaren Energien
Die Gemeinschaft der Kulturen

Und an meine europäischen
WeltKulturOrte
Wien, Calais, Rom, Berlin, Amsterdam
Riga, Barcelona, Basel, Maidan, Paris
Riace, London, Noma, St. Petersburg
Sarajevo, Sopron, Stradun, Lissabon
Oslo, Ljubljana, Tallinn, Näs
Grimsey, Prag, Krakau, Nida, Temeswar
Gent, Andorra, Istanbul, Sagres, Mons
Elbrus, Lampedusa, Rouffignac, Durmitor
Rhein, Donau, Olymp, Mt. Blanc, Melilla ...

Ich fordere und fördere
Meine kreativen Vertreter
Gewählt mit europäischem Esprit
Gewachsen durch
Unerschütterliche Vielfalt
Kultiviert, entdeckt und umsorgt
Abgesunken in das weltweite
Reich von Banken
Täglich auferstanden
Aus den Krisen
Fest verankert
In der Welt

Ich baue auf
Unsere Wirtschaftsweisen
Inmitten von Antarktika, Amerika
Australien, Afrika und Asien
Steht Freiheit in Europa
Für Zusammenhalt

Ich glaube an die Idee
Von Menschlichkeit
Shakespeare, Bach, da Vinci, Scholl
Linster, Ibsen, Heine, du Châtelet
Kandinsky, Stojka, Voltaire, Canetti
van Gogh, Le Clésio, Ligeti, Leibniz
Picasso, Bergman, Reed, Aristoteles
Kafka, Curie, Marías, Cioran, Dante
Wajda, Händel, Kant, Goethe, Nurejew
Tabori, Mozart, Wenders, Bruckner
Hildegard, Sväng, Nightingale, Humboldt ...
Respektvolle Bildung für alle
Soziale Gerechtigkeit
Frieden mit Zukunftsinnovation
Und das Überwinden der Schulden

Denn Europa
Deine edlen Werte
Wahren die Kinder unserer Welt:
Dein und mein zukünftiges Gesicht
Richtung Glück

1feelingeuropeneobymelsrose

Anmerkung: Im Rahmen einer elektronischen Installation können Orte und Namen stündlich wechseln.

19
Jul
2018

20. Juli // Hör mir auf mit Afrika

LUCA
Hör mir doch auf mit Afrika, Afrika, Afrika. Die stehen alle unterm Eiffelturm, verkaufen lange Stangen, machen Kinder verrückt mit Sachen, die kein Mensch braucht, Handy, Handy, bricht ne Welt zusammen, kein Empfang, hörst ja nix anderes mehr, kein Empfang, und heulen. Junge, Junge. Hör mir mit afrikanischem Ramsch auf.
RUTH
Hat dir Franzi doch erzählt, war se in Paris.
LUCA
Hör mir auf mit der Leier, musste ja nich hinfahren.
RUTH
Afrikaner, alle über einen Haufen.
LUCA
Wie du, jaja, is ja gut.
RUTH
Ja, wie ich. Wird dir schwarz vor Augen, wenn de mich siehst, was. Ich bin nich so wie die Frau aus Rumänien.
LUCA
Das musste ja kommen.
RUTH
Die hat nicht gelacht wie die Afrikaner, weiß ja keiner aus welchem Land, aber die Frau, da weiß man genau, woher, das hat die sofort gesagt, die hat geweint, bitterlich geweint, wenn du die Bilder siehst, die sie dir zeigt, die Kinder, die Waisenkinder aus Rumänien, geweint hat sie da in diesem großen Paris, wo sich die ganze Welt…
FRANZI
Kleine Frau ganz groß.
LUCA
Ach nee. Madame Butterfly, gib nich so an.
RUTH
Geweint hat wohl jeder, der die Frau gesehen hat, die Kinder, da gibste schnell was, und wenn es n Cent is. Da haste doch Mitleid, da so im Urlaub.
FRANZI
Und dann kommen die lustigen Afrikaner, die flinken, flotten jungen Typen, kauf dies, kauf das, wedel wedel mit den kleinen Eiffeltürmchen in allen Farben, nerv hier, nerv da.
RUTH
Geweint hat die Frau aus Rumänien, haste doch erzählt, Franzi. Hör man mal zu. Die Frau mochte wohl jeder...
FRANZI
Hat doch keinen Sinn, er hört ja eh was er will (geht).
RUTH
Sind die Schwarzen gekommen zu der Gruppe mit den Kindern aus Deutschland und haben gewarnt vor der Frau.
FRANZI (aus dem OFF)
Dann weißte, dette in Paris bist. Wenn dich ehrliche, lustige afrikanische Verkäufer vor hinterlistigen europäischen Trickdieben warnen.
RUTH
Haste das gehört. Schüler hat die ...
LUCA
Is doch alles erstunken und erlogen.
RUTH
Und dann unterschreibste bei der weinenden Frau ihre Liste und dann gibste ahnungslos noch deine Adresse, weil is ja für die armen Kinder, die armen Kinder in Rumänien, und dann haben se dich, dann schicken se dir ihre Diebe ins Haus, wenn du da in Paris Urlaub machst. Wer denkt denn schon daran. Aber dass dich diese jungen Leute aus Afrika warnen und dir sagen, passen sie auf ihre Kinder auf, die Frau da, das sind Diebe, das will doch keiner hören. Guckste mich an.
LUCA
Das is doch ne feine Welt hier is das doch. Afrika, Afrika. Hauptsache Handyempfang. Hör doch auf.
RUTH
Wer fischt denn in Afrika. Afrikanisches Sushi verkaufen die dir als japanisches Original. Wenn´s vor der Haustür nichts mehr zu angeln gibt, musste gar nich so gucken.
(Epilog)
*************

LUCA 20. Juli, wat is de Musik so schön, so schön, haste det ma jehört, de Piccolo janz allein, wenn se dir ruft … wirbeln de Trommeln bim Leuchten … am schönsten is det im Dunkeln mit de Fackeln, willste de Flöte foljen, 20. Juli is Feiertach, weeste … det is Fasnacht am Rhein, so janz allein, du une Musik, wenn de so versunkn de Piccolo nachjehst durch de schöne dunkle Welt un nur de kleene Kopplaterne leuchtet dir wat vor, wat is det, da siehste det janze Unrecht nich, da wirste wieda Mensch wirste da, bim Zapfenstreich, wat is det, fracht se, ach Zapfenstreich, det is Feuer unterm Arsch, da brennt der Schritt, nee, wat biste, det is, biste, de romantische Seele Deutschlands is det, wenn dir de Flöte ruft, verstehste, denne frachste nich, denne marschierste, eins un eins un, in Berlin wie in janz Basel um vier, och nee, hat se keen Verständnis für, machste de Aujn zu, siehste de janze Verkleidung nich, nee, wa, 20. Juli, son bisscken Trommelei und Rumjeflöte ine Nacht, nee gönnst einm och nix, als ob se eim de Widerstandshelden vom 20. Juli nicht jönnen können, hat Papa schon jesacht, de altn Kameraden, dat jibts nich mehr. Isse bim Führer ums Eck jestorbn, de Kaiserinmutter, kräht keen Hahn nach, 20. Juli, usjerechnet … haben se doch det kleene Schneiderlein ma zur Kinderjause ufm Berchhof einjeladn, denk ma an, die wär jetz och 80, 80, det is keen Alter heute, Papa könnte noch lebn … Wat hat det Mädchen anjeschrien jejn de Dummheit, krichste keen Dank dafür in det romantische Deutschland, kann ich doch sajn, tapferet Schneiderlein, ich habe sie geliebt wie meine eigene Tochter, hat der jesacht, de olle Mitterrand, stell dir det ma vor, wenn det die Merkel ma über Ben Becker, weeste, so mit Jefühl fürs Jefühl, det so wat nich noch ma passiert, aba habn se Angst vor de eijenen Leute. Soll ma der Lagerfeld de deutsche Uniform ufs Papier malen, bringste am 20. Juli wieder Schtiel nach Berlin, de Kaiserin würde de Österreicher aba ma richtich een flöten heute, de Wahrheit vorn Latz knalln, längst verjessn, verjessn, 20. Juli, so wat kannste nich verjessn. Fährt so eena vone Adel gen Engeland und lassen sen abblitzen, det jehört sich nich, wenn son feiner Herr uf Bittgang jeht, denn is denn is de braune Kacke aba janz jewaltig am Dampfn, un son Widerstand unterstützt de Welt nich jern, dafür brauchsten Hirn mit Edelmut haste da, wenn so eena sich traut un antanzt uffe Insel un sacht, det Wahnsinnshirn vom Schicklgruber muss wech, bevor der uns alle det Licht, aber den Siech üba det allet, musste dir bildlich, det haben die andern längst für sich selba, hört de Romantik uf, wennet ums Jeld jeht, dat sich det Deutschland selbst vonne Berchhof befreit, da fängt de Romantik erst richtig an, verstehste, fangn se janz fix alle ringsrum zu rechnen an, ich bete an die Macht der Liebe, det wäre nich nur möglich jewesn un für det Weitere von unsre eijene Jeschichte, denk ma erst ma, weeste, vonne Penunzen jesehen natürlich nischt von Interesse, janz jenau wie du jetz, det irre Spektakel vom D-Day un wat denn, schmeckt det jut, son Siejerbrot. Hipphipp, hurra. 20. Juli machsten Piccolo wieder hipp.


LUCA Haben se drüber abjestimmt im feinen Parlament, ma wieda wat richtich auf de Reihe kriegen, länger jeben, davon kannste nich leben. Werden alle älter, nee, älter, det war früher. Sterben alle wieda früher, in Städten noch früher, guck ma in de Lungen rin. Sauerstoff is bei uns doch Luxus pur. 100 Jahre wird kaum eina mehr, die haben sich alle kaputtjehustet mit 60, was denn, Krebs mit 50 is doch heut normal, hat doch jeder einen mit Hirntumor ina Familie, warum, darum, immer det Ohr am Puls der Zeit, jawoll, un de Bundesstraße mitten durchs Dorf, Antennen in jedn neuen Gullideckel, damit wir nischts verpassen, de janzen Häfen un Flüsse sin dicht mit Schiffen, so viel Staub putzen kannste jar nich, bei dem Feinstaub, Ruß und Reifenabrieb, de Bremserei bremst dir de Lunge aus, aber dann sagn se dir, hörnse ma uf mit Rauchen, hm, so sieht det aus, Feinstaub, nee, nee, solln se ma wat Ordentliches ine Luft blasen, nich diesen Kerosinschrott, Reifendreck, viel zu teuer noch dazu, unjesundes Geblase, blabla, haben die schon vor Jahren jesacht, die haben wat jejen Krebs, aber de Pharmaindustrie is dagegen, die wolln, dass wir richtig krank sin, is lukrativer, wenn wa fast am Krepieren sin. Wenn son Aidsfutzi wat Geniales zur Heilung jefunden hat, stürzt der mim Flugzeug ab, bevors für Otto Normalverbraucher bekannt wird, was er jefunden hat, is doch komisch, findste nich, wa, is schon öfter passiert, det is doch ma richtich komisch, Aids, das lohnt sich echt mehr, wenn wa krank sind, richtich krank is der Kreislauf des Geldes, die janze Kohle, verstehste, Junge, Junge. Spricht so mancha schneller als de denken kannst. Was, dann sin die sich ja auch ihres Lebens nich mehr sicha, wenn se die Klappe aufmachen, is doch zum Kotzen so wat. Weiß jeder Taxifahrer mehr Bescheid, aber die sin ja harmlos, verdenken sich die feinen Herrn da oben, is doch komisch, feiner Schmu-Zirkus, fein, fein. Mitten ina Wüste, Strandzone Ost, wa, allet überflutet, was ma Küste wa, det is jetzt hier unten bei uns. Landebahnen überflutet, ganze U-Bahn-Geschichte volljelaufen, Küste unbewohnbar, det Hinterland boomt, wow. Dämme überall, Monster-Schleusen, was de so allet jejen de Fluten setzen kannst, det baun se, jibt doch keene Baukrise, baunse auf n Berch, Hauptsache hoch, Hauptsache Wasserfluchzeuge, sonst kannste nich mehr landen. Echt jetzte. Endlich kehrt mal wieder Ruhe ein, wenn hier weicher Strand ist, so weit det Äuglein reicht, menschenleer. Endlich mal Sanddorn, Sandweizen, Avocado. Exotisch issa jar nix mehr, jibt´s überall detselbe Zeuchs, Sachsn-Eldorado-Avodingsda. Es wird wieder mehr jetanzt, sacht se. Wenn de dat mach nich mit Beachvolleyball verwechselst. Sandcityparty, Dünenfest. Hat och sin Gutes, weeste. Kannste halbnackich abhotten mit de Hottentotten, musste jar nich so kieken, is so. Glaubste nich. Kommste noch groß raus.



(aus: Berliner Fassung/Hecken.Schnitt reloaded / Monolog. Deutschland. Gestrandet nach dem großen Regen. Luca redet. Die Frauen schaufeln den Dreck weg. 1H, 4 Tänzerinnen)

10
Mai
2018

...

in short / in diesen zeiten sag nein (rose frei nach borchert)

du. Polizei-Armee. wenn sie dir befehlen, gewaltsam gegen mündige und aufgeklärte vorzugehen, die friedlich ihr recht und glück erkennen: sag NEIN!

du. Regierung. wenn dir die wirtschaftsmächte lukrative militärschläge oder klima-, flüchtlings-, feinstaub- und handelsabkommen gegen jede menschlichkeit und vernunft diktieren: sag NEIN!

du. Investmentbank. wenn sie dir befehlen, eine gute hure zu sein: sag NEIN!

du. Kultur. wenn neureiche die kreativität der avantgarde ausbremsen, weil ihnen einzig ihre bildungsarme trophäenjagd heilig ist: sag NEIN!

du. Sport. wenn diskriminierend und unsolidarisch für korrupte spiele gekämpft wird: sag NEIN!

du. GeschichtsWissenschaft. wenn fakten gezielt vernichtet werden: sag NEIN!

du. Weltbürgertum. wird die meinungs- und pressefreiheit beschnitten, dein leben wie kaltes glas durchleuchtet und deine privatsphäre grund- und würdelos als öffentlicher raum missbraucht: sag NEIN!

du. Agrarlobby. verteidige die natürliche vielfalt. wenn dir in der schlacht um das gentechnisch manipulierte saatgut die aggressive regulierung aufgetischt wird: sag NEIN!

du. Extrem. gewalt ist dein fahrschein zur hölle. wenn dich der zug erfasst: sag NEIN!

du. Bildung. frauen und männer sind gleichberechtigt. wenn dich medizin, religion und industrie versklaven: sag NEIN!

du. Verantwortung. wenn antidemokraten, die noch eine rechnung offen haben, als egomanische entscheidungsträger an machtpositionen, patente und pipelines gelangen: sag NEIN!

du. Erde. wenn daten über erderwärmung, elektrosmog und bienensterben manipuliert werden: sag NEIN!

du. Gewissen. wenn sie dich kaufen, um unschuldige zu belasten: sag NEIN!

du. Herz. übe dich in barmherzigkeit. die welt braucht deine LIEBE LOVE AMOR

8
Mai
2018

feeling europe (neo)

1feelingeuropeneobymelsrose

Ich glaube an Europa
Die Frau mit der weiten Sicht
An Eurasien, den Kontinent
Die erneuerbaren Energien
Die Gemeinschaft der Kulturen

Und an meine europäischen
WeltKulturOrte
Wien, Calais, Rom, Berlin, Amsterdam
Riga, Barcelona, Basel, Maidan, Paris
Riace, London, Noma, St. Petersburg
Sarajevo, Sopron, Stradun, Lissabon
Oslo, Ljubljana, Tallinn, Näs
Grimsey, Prag, Krakau, Nida, Temeswar
Gent, Andorra, Istanbul, Sagres, Mons
Elbrus, Lampedusa, Rouffignac, Durmitor
Rhein, Donau, Olymp, Mt. Blanc, Melilla ...

Ich fordere und fördere
Meine kreativen Vertreter
Gewählt mit europäischem Esprit
Gewachsen durch
Unerschütterliche Vielfalt
Kultiviert, entdeckt und umsorgt
Abgesunken in das weltweite
Reich von Banken
Täglich auferstanden
Aus den Krisen
Fest verankert
In der Welt

Ich baue auf
Unsere Wirtschaftsweisen
Inmitten von Antarktika, Amerika
Australien, Afrika und Asien
Steht Freiheit in Europa
Für Zusammenhalt

Ich glaube an die Idee
Von Menschlichkeit
Shakespeare, Bach, da Vinci, Scholl
Linster, Ibsen, Heine, du Châtelet
Kandinsky, Stojka, Voltaire, Canetti
van Gogh, Le Clésio, Ligeti, Leibniz
Picasso, Bergman, Reed, Aristoteles
Kafka, Curie, Marías, Cioran, Dante
Wajda, Händel, Kant, Goethe, Nurejew
Tabori, Mozart, Wenders, Bruckner
Hildegard, Sväng, Nightingale, Humboldt ...
Respektvolle Bildung für alle
Soziale Gerechtigkeit
Frieden mit Zukunftsinnovation
Und das Überwinden der Schulden

Denn Europa
Deine edlen Werte
Wahren die Kinder unserer Welt:
Dein und mein zukünftiges Gesicht
Richtung Glück

//
Anmerkung: Im Rahmen einer elektronischen Installation können Orte und Namen stündlich wechseln.

12
Mrz
2018

Det Foto, nischt als de Wahrheit

Dubbymelsrose

LUCA 12 Milliarden fürn Jasjeschäft mit ne Diktatur, weeste, ne Diktatur, det kenn wa, det brochn wa nich mehr, nirjends. Erklär det ma nem Kind, dette 2018 fürn Foto ufjehängt wirst, dette im Uftrach von ne britische Mediendingens, und von den 12 Milliarden, so heißt et, soll in Israel janz ville ine Bildung jesteckt werdn, wat Jutes tun für de Kinder mit Jeld vone Land, wo de fürn Foto baumelst, det einfach nur zeicht, wat is, noch nich ma Photoshop, verstehste, pur, nischt als de Wahrheit. Aber is ja Diktatur, verstehste. De freie Welt hat Jeschäftssinn. Hör ma, Dikatator, du, weeste, kannste bleeben wo de willst mit deene Milliarden, jibt et nich, no deal mit dictators, verstehste, no deal, det versteht n kleenes Kind versteht det, aba Vater Staat, de hohe Popanzpolitik, nee, nee, wittern se det Mejajeschäft, ejal mit de Moral, Diktatur, komm rüber mit de Kohln, Todesstrafe für Fotografie, ejal, her mit de Marie, wat wär de Welt ohne Fotos, is doch wahr. Son Bild, det is, guck ma, det berührt se, wa, Erinnerungskonserve, wo se sonst so viel verjisst, guckt se son Foto an un de Film surrt, wumm, det janze Lebn, wejn so wat stirbt keen Mensch, nich wejn et Foto, det schlichte nur zeicht, wat hier los is. Will de Welt nich mehr wissen, wat is, oder wat. Sin se alle am Abtauchen in Thailand, det wa ma, heut is Kenia. Willste kleene Kinder poppen, musste ab nach Kenia hoppen. Hättste nich jedacht, wa. Guckste, schicke Villa ane Küste inklusive. Du globst et nich. Krichste allet in Kenia. Vone eijene Eltern für jutes Jeld ane weiße Touristen verkooft, super deal, det. Sicherste det Überlebn vone janze Sippschaft. Jibt sonst nada. Lohnt sich nich, son lüttes Jeschäft erst ufzubaun. Schneller kannste da jar nich, und Schweden, Niederländer, na aba hör ma, det sin doch ordentliche Leute, wat denn, schicke Villa, fehlt dir an nischt, bist Sexsklave, aba fehlt dir an nischt, erklär det ma nem Kind.

10
Mrz
2018

Uf Distanz isse

LUCA Wer hat denn det große Haus jekooft, keener vom Ort, nee, is doch schon wieder son Clan da, die lachen doch über unsre alte Karre, wenn se n Uspuff hörn, fahrn se mit ihre dicke schwarze Schlitten vor unsre kleene Hütte vor, nee, nee, wir könn uns det im Leben nich leisten, kooft eina von denen det janze Haus und setzt de Freunde, Onkels, Cousins, allet rinn, abjezahlt wird de Kastn denn mit von de Miete, Wohnjeld jezahlt vom deutschen Staat, super jelaufen, un wir hockn da im Dustern, sparn, sparn, kaputtjespart, det is keen Leben mehr, Papa, det is keen Leben mehr. Bunkern se ihr Jold im Schließfach, weeste, hat die doch jesacht vone Bank, Schließfächer, wer det heut noch so nutzt, die hat usjepackt, is doch joldig. Wat willste machen, Papa, hörste doch, wie die rumblöken nachts, hauen doch alle hier ab, wer kann, zieht hier wech, die lindnern alle, weeste, wenn de Lehrer mal lindnern würdn, det wär ma n jutes Zeichen, hat doch keiner mehr Dankbarkeit jelernt, ma danke über de Lippn bringn, dat ich hier wat lern darf, Bildung, wat is det fürn Jeschenk, so die Richtung, aba is ja Euln uf Athen, det sehn die ja nich. Kannste ja als Lehrer hier nich mehr de Klappe ufmachn, ma Tachelet wat läuft, de Lindner, der wär keene zwei Tage da ane Schule, nee, der würd hier ablindnern bei sone Schüler, Tach vone öffne Tür, stand doch groß ine Zeitung drin, kannste ja, wenn de Jeschichte unterrichtest, ja nich mehr korrektet Deutsch kannste nich, versteht ja nich ma de Hälfte, die verstehn dich nich, Deutsch, jute Grammatik, 8. Klasse, Jymnasium, denk ma an, det globste nich, wat det fürn Sprachniveau heut is, ne Schande is det, wie det verkommt, biste die ma ruhig krichst, biste überhaupt ma de Handschrift entziffern kannst, det is ne Zumutung, sacht son Lehrer, hat sich de Schule doch gleich von dem uf Distanz isse, hamse für kleenere Klassen keen Jeld, tut aber nötig, kleene Klassen, kannste besser ufpassn als hormonjeplagter Junge, musste der dem Vadda noch det Händchen küssen, haben die doch vone Zeitung fotografiert, det globste nich, für son Jungen is Schule hier doch Freiheit, det is doch für den Erholung von sone Kusszeuchs, det is doch Unterwerfung vone andere Zeit, det passt doch hier und heute nich rein hier, guck dir det an, küsst de Sohn vone Vatter de Hand, hör doch auf, tut eim de Intellijenz im Lande leid, jeht allet unter mit de Rückpasserei, nee, nee, ufwachn, hat Papa schon jesacht, ma n nettet Wort, det kenn die ja gar nich mehr, nur noch uf de teure Privatschule, wa, wer, wer, kannste nich alle über ein Kamm, nee, wer hat denn zuerst de Mann bedient, obwohl de Frau dran war, wer hat denn det Fahrrad jeklaut, vor de Jarage, de Stühle usm Jarten sin och weg, die haben doch n janz anderet Jefühl für wat dir jehört, Eijentum, det is eine Welt heute, wer denn, die die, Menschenskind, ich kenn die nich, keiner kennt die hier, ich hab nix jegn die, die kenn ihre Schleichweje, bisschen jeschickt sein, det sin se, ihr Bier, weeste, aber wenn die nich hier wärn mit ihre Clans, denn würde och keena wejn de arme Flüchtlinge wat sagn, verstehste, det versteht jeda, de Flüchtlinge, det issa ja nich det Problem.

19
Feb
2018

Groovy Kokett

LUCA Wunderste dir, Alice, wie det Eis schmilzt, im Wunderland jewinnt de Ukraine und la Franze mit nem Boléro-Briten vereint für Germany, nee, ich bin ja blöd, det is Europa, Europa interessiert se nich, is det nich wunderschön, Jold interessiert se nich, sach ma, löst sich det uf, de Grenzen, und wirste nich schwindelig, wat die mit Herzblut ine Luft zwirbeln, Jold für Germany im dritten Anlauf, det Mädchen, was die rackert, volle Kanne une janze Welt is hin und wech, sacht se doch, det is nich ejal, wer det is woher, sacht se, wer det is, woher det is, für wen denn, mach det ma, guck ma Helene Fischer, die is aus Sibirien, woher denn, wenn et dir ans Herze jeht, wenn det janze stimmich is, det och noch, sacht se, aber det haste ja verlernt, nimmste Bayern München, einfach nur ma det Janze sehn, wech vom Personal, nee, nee. Son Jold nix wert, hör doch auf. Brauchste dir nich wundern, machste Kopfrechnen, wählste einfach, was de vom Koppe eijentlich nich willst, det Minusdings, Minus ma Minus jibt wat Positives, so haben sich det de Franzosen och jedacht jejn de Pentante, so musste jetze rechnen mit de SPD für Germany. Volle vier, det wird nix mehr, volle zwee Jahre, jawoll, det krichste hinne und braust dir dabei ordentlich wat Neues zusammen, wat det Land jetz braucht, wa. Haste jestern det Dingens über de Jesundheits, det kannste knicken, Koalitionsvertrach, wenn se det nich unterschreiben können, die Jusos, det kannste verstehen, haben se ja recht, aber de Plan B, weeste, det braucht verdammt noch eins Zeit, sone neue Bejewung uf Schwung zu kriejn, wirste sehn, wenn de Verstand zusammen jeht von rechts un links. Wählste n letztes mal SPD, wählste groovie kokett, GroKo, det is zumindest ma jetze mehr als det große Kotzen, is aus aktuellem Anlass keene Grollkolonne, nee, nee, och keene grottige Kopie, hör mir uf mit dem Jesülz von Jestern, Jobs für de groovy Kohlekumpel, weeste, det muss her, spätestens in zwei Jahren, det sach ich dir, da stehste neu sortiert ine Bejejung, det kannste nich von jetz uf. Jibt keen eijenen Nachwuchs hier, keen Nachwuchs, hör doch auf, det is allet Berechnung, jawoll, det is keen Wunder, nee, die rechnen sich links un rechts ne dolle Karriere wat vor, lassen sich einbürjern, na und, wenn´s jut fürs Herz is, wat jut fürs Herz is, kann für de Nation nich schlecht sein, wat willste denn, sonst verbrennen se dir hier alternativlos det Wunder runter vone blaue Europafahne, aba janz fix biste denne wech vone Freiheit, zockeln de Firmen knallhart ab, det globste aba, denne siehste nur noch schwarz denne, stehtse lieba aufm 16. Platz unter ferner liefen, wa, aber Hauptsache, wat is denn wat Eijenes, hör doch uf, de Wald in Deutschland jekoft vone Chinesen, keen eijenen, nee, eijenen wat denn von was, koch du ma wat Eijenes, immer det jekaufte Zeuchs DosenBillichschitt von Buxtehude, weiß keen Kuckuck, wo se det Zeuchs brauen, jawoll, det kaufst du ein, koch ma wat ausm eijenen Jarten, is ihr zu viel Arbeit, sacht se, det lohnt sich nich richtich, sacht se, Joldmedaille nix wert, hallo, aufwachen, haallo, guckt se. In zwei Jahrn is de janze Spuk vorbei, hat sich de Parteienlandschaft in janz Europa neu aufjestellt. Früher warn dat auch ma zwei unterschiedliche Disziplinen, hieß dat auch ma Paarlaufen und Eistanz, jetzt tanzen de Läufer. Aber wer sieht det denn, de Madame steht schon verewigt im Spielzeuchwunderland, jenau. Steigt de dicke Engel vone Boeing und de Kanzlerin wartet unten mit m roten Blumenstrauß, de Sonnenblumen klebn danebn uf de Erde, allet für de Touristen, allet mit janz viel Herz jebaut da im klitzekleinen Wunderland, fährt de janze Welt nach Hamburch ine Speicherstadt, stehste mitten drin inne falsche Welt, det wolln de Leute heute, de janze Pippilangstrumpf -Welt in Klitzeklein, wat jroßet Komplexet, det kricht ja kaum noch eina ine Birne, aba lütte Plastiksonnenblumen aufm Boden, det weckt Heimatjefühle, wa, auf die Idee musste erst ma, doll, kilometerweit für so wat Schlange stehn, schöne neue Welt, von sone Bejeisterung kann de Wahlbeteiligung, hör doch uf, wer guckt denn Eislaufdingens, jibet europäischet Jold für Germany, na und, das ich sowat sage, das ich so wat sage, hättste nich von mir, na und, der Mensch kann sich, kann ich, nix kann ich, nee, nix traut se einem immer noch nix zu, n Trauerspiel, wenn Papa das wüsste, was hier los ist, Junge, Junge. Personalproblem, wenn ich dat schon höre, gutes Personal, kommt jetzt bei de Merkel de Knarrenbauer, wie man so heißen kann, Karrendings Krampf, kann sich keine Sau merken, Frau Doppel-K, besteht se auf ihrm überflüssigen Langnamen und will die will doch de Bundesländer zusammenlejn, die hat doch janz konkrete Sparpläne, Länder zusammenlegen, is ja richtich, soll se ma och ihren Namen zusammenlejn, machen doch de Landesfürsten wieder nich mit, wa. Die K-Frau da, die jeht jetz nach Berlin, und det Malu Balu is de einzije Rettung für de SPD jetze. Dschungelbuch. Versuch´s ma mit Jemütlichkeit. Det musste im Hinterkopf haben, Tür an Tür, für de nächsten zwei Jahre Bundeswunderland.

LUCA Nee, nee, de SPD kannste ja nu wirklich nich mehr retten. ANITA Is doch eh egal, macht doch jeder in Europa ne neue Bewegung auf. CHRISTL Wird auch Zeit. LUCA Geht de letzte Verstand im Land zusammen, wa. FRANZI Nennt sich dann DMD, die Mitte Deutschlands. ANITA Ach, Mitte ist doch nicht mehr cool. German Revolution Next Generation, GRNG, nach der Wende endlich mal wieder ne richtige Revolution. Geil ist das, so geil. LUCA Wat hatse denn, nur weil et rechts un links nich mehr, nee, nich wirklich wa, nur weil jetze keen Zoff mehr ine Flügelfrontenkrich da, weil allet löst sich uf un ufjespalten, da kommt se schon in Ekstase, is ja janz doll, Ekstase, weil de Lindner lobt det grüne Ziel, lest ma Habeck, sacht er. FRANZI Dass ein deutscher Politiker öffentlich zur Lektüre auffordert. LUCA Flippste aus, wa, det is nämlich ma wat Großes, verstehste, ma nich billich nachsülzen, sondern Lob. CHRISTL (steht auf und geht) LUCA Weißte, ma echt laut anerkennen, wenn einer was richtig sacht, ma richtig zuhörn, egal aus welchem Lager, guckt se, mach det ma, so so pur nach vorn für de Zukunft im Land, egal, woher de kommst, rechts oder links, wat soll der Käse, musste vorwärts machen, machen se zusammen ne neue Bewegung uf. Wat globste, wie schnell det jeht. Weht jetz n anderer Wind. RUTH Vorbeigeschossen, Genosse, triffst den richtigen Ton schon lange nich mehr.


LUCA Jibt nischt mehr zu überlegen, Basis überzeugen, wat is denn de Alternative, hör doch auf. Musste ma übern Jartenzaun nach la Franze guckn, wat der Sozi da wegn de Pentante un dem Macron jesacht hat, det müsste jetze ma einer hier vom Stapel lassen, weißte, von wegen Verantwortung für de Republik, det is en janz Großer is det, de Mister Hamon da, kennste nich mehr, nee, nee, der spuckt auch keene lautn Töne, det hat der jar nich nötig mit seiner dollen Frau, die is ma janz bescheiden selbständig, verdient se bei de französische Luxusmarke viel mehr als ihr Männecken und der is so wat von stolz auf sie, wat denn, kann ich doch sagn, ne junge Hübsche, wat denn, Luxusmarke passt nich zu de Sozis, passt nich zu de Sozis, musste de Sozis au noch von Erfolg überzeugn, hör doch auf, nee, die spielt det nich, nee, nee, die Madame is modern, det klingt, wa, die is keen Alibifrauchen und Präsentierhäschen, nee, nee, det is ma n janz feiner Kerl, der leise Herr Hamon, weißte det nich mehr, der is doch letztes Jahr jegn de Macron anjetretn, war doch die Pentante fast aufm Throne, der hat det erkannt, jibt n janz feinen Unterschied, hat er jesacht, zwischen wat denn, politischer Jegenspieler un Feind vone Republik, musste dich entscheiden, weißte det, jenau det kann de SPD hier nich mehr ausnanderdröseln, so in feinen Nüanzen denken, weißte, det brochste jetze, übern Jartnzaun ans große Ganze denken, Basis überzeugen von wat denn, hör doch auf, Neuwahlen, damit de Dummheit siecht, jenau. Datum hamse doch schon lange jesetzt, weißte nich, 22. April, guckste, nee, die lassen sich det Versabbeln och noch schwer bezahlen, fasste dich an Koppe, Neuwahlen, da wird dann der Lindner aber auspackn, Junge, Junge, det kannste globn, Merkelchen, kann einm ja fast leid tun, war se wieder nur am Moderieren, nich am Dirigieren, die is auf Vermittlung jeimpft, auf de Weltbühne, jawoll, da macht se det großartig, det Mädchen, det Vermitteln zwischen de Alphaaffen, det is doch hier allet n Zirkus jewordn, nee, aber so kleinklein im eijenen Jarten, weeste, da musste richtig ehrlich zupackn, hier zackzack, und nich hü un hott. Un wenn in Deutschland de Dummheit siecht, det willste jar nich sehn, willste dat.

...

ANITA Berlin, Berlin, is auch ma gut jetzt. RUTH Jetzt ist Dschungel. ANITA Genau, da kannste auch wen wählen. FRANZI Wählste Qualität. CHRISTL Ist langweilig. ANITA Wählste billig. ALLE Haste Spaß. LUCA So gemein. RUTH Ruf da mal an. Überwinden lernen. LUCA Nee, nee, Wind hattn wa jenuch, janze Straße voll mit Ziegeln, krichste keine Elementar mehr, wird allet ernster, aber nehmse nich ernst. Aber fürs Kotzen krichste weiter Kohle, un die Republik hat endlich wieder Spaß. CHRISTL Wird auch Zeit. LUCA Ekelei kannste habn, kannste guckn, jetzt is Jemen, det is echt ekelich, da musste dich ma richtig überwinden, de Wahrheit sehn. RUTH Häkelei, als ob man sonst nichts zu tun hätte. FRANZI Meine Rede. LUCA Is auch ma gut jetzt, weißte, keine Ahnung vone Botnik. FRANZI GroKo ist doof. LUCA Ach, jetzt auf einma. ANITA Weiß doch jeder. LUCA Wat willste denn sonst. Was de nich mehr willst, was de nich mehr hörn kannst, jawoll, wa, det weißte janz jenau. FRANZI Deutschland, Land der Dichter und Denker, der Tag wird kommen, und ein Schriftsteller wird deine Geschicke lenken. LUCA Lieber Jott, du ahnst es nich. CHRISTL Wird auch Zeit. RUTH In zwei Jahren sieht die Welt wieder anders aus. LUCA Det och noch. Haste überall Chinesisch. Jawoll. Versemmelt de Welt de Vernunft. FRANZI Ist ja nicht jeder so ohne Vision. LUCA Natürlich, ich bin schuld, weißte. In zwei Jahren, da fließt viel Wasser. Lebste jar nich mehr. Det weißte nich, guckt se. Höchste Eisenbahn, det is jetze. Nur, weil se nach zwei Jahren det Misstrauensdingens durchziehn, oder wo haste det her, Welt sieht anders aus. RUTH Gibt nicht ewig was aus der Erde zu holen. LUCA Mama Schlaumeier, ham wa det och. CHRISTL Kniefall in Demut. LUCA Nee, nee, de SPD kannste ja nu wirklich nich mehr retten. ANITA Is doch eh egal, macht doch jeder in Europa ne neue Bewegung auf. CHRISTL Wird auch Zeit. LUCA Geht de letzte Verstand zusammen, wa. FRANZI Nennt sich dann DMD, die Mitte Deutschlands. RUTH Ruf da ma an. Überwinden. ALLE Lernen.


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LUCA Weißte, weil de nischt hast im Sack, dann machste sowat Kaputtes gegen de Modernisierung, verstehste, weil de denkst, du bist wech vone Zukunft. Bleibste stecken, allet rückwärts, weil vorwärts, nee, Zukunft, det gib´s ja nich, kannste dir nich leisten, Zukunft. Gibste denen also n paar Märker ine Kralle und was fürs Triebwerk ine Hose, wa, dann läuft dat mit wummwumm. N Dach übern Kopp, was Warmes aufm Herd und im Bette und bummbumm. Die machen dir das. Aber was willstn machen, wenn de zu arm bist, um überhaupt ne Frau zu finden, tja, dann läufst de denen doch mit Kusshand ine Arme. Dat wissen die doch genau, womit se dich ködern können, doof sin die nich, total irr, ja, aber doof sin die nich. Wenn de abgehängt bist vone Zukunft, schießte de Zukunft ab, wa, Futterneid, ich sachet dir. Bummbumm. De letzten Dinge klären, was denn, was denn, was denn. Geh ma hin inne Kirche, Papa gedenken, einmal im Jahr. Du kannst da wohl ma hingehen. Ich will keinen sehn, kannste ma sehn, so gemein. Hier, Engel Gabriel, schöner Engel, dick issa, jaa, hat sich schön vergriffen, Martinsfirlefanz, Schuss in Ofen war das, nix mit Spitzenbesetzung. Letzte Dinge klären, hör doch auf. Haste den Siemens da inna Zeitung, was, stand groß drin, asozial, so verkehren die heute, die feinen Herren von ner Spitze, nee, genauso wie bei Hempels unterm Sofa, schöner Engel, so was anzuschleppen, stehste da. Letzten Dinge klärn mit wem denn, ach hör doch auf, der kleine Lindner da, der hat doch was hat der denn, wirste noch sehen, die da vonna Afdings, da kommen viele wieder zurück, was denn, über 600 sin vor da Wahl vonna FDP rüber zu diesen, ja, weißte nich, die komen wieder zurück jetze, aber sischa, die hat der kleine Lindner alleine wieder im Sack, glaubste nich, nee. Konsequenz zahlt sich am Ende aus, kannste glaubn, nich dieses ewige Rumgeeiere. Ramadan, hier, ma Klartext klärn, kippen se dir hier im Unterricht um, wie heißt det, de-hy-dringsda. Da is nix mit Trinken, nich ma Wasser, wie willstn da, hör mir doch auf mit konzentrieren, volle unterzuckert sinse, da wirste aggressiv, weil biste auf Ramadan, dat is doch nich. Steht, weil is Ramadan, fast jeden Tach der Rettungswagen aufm Schulhof, glaubste nich, weil dir son Kind da umklappt. N Schulkind hat mit Ramadan nix verloren wie n Fußballschtar, guck dir das an, verschiebn se doch ihren Ramadan da ab nach hinten, die ganzen Topschtars vonne Weltliga, die brauchen bei so wat auch wat Ordentliches im Magn, damit se laufen können, damit se was leisten können, richtich so is das, geht alles mit Verschiebn, un wenn de Fußballschtars das dürfn, dann wohl auch n Schulkind, machen se Ramadan inne Ferien rein, in alla Stille, ach, hier wird sich nix ändern, hör doch auf, willste nix ändern, ewig is hier gar nix. Willste dich nich mehr erinnern, klingt so traurig, wa. Die ganzn Toten, nich nur vom Kriege her. Kein Respekt. Guck ma an, für jedn Toten vom letzten Jahr legn se ne Rose aufn Altar, haste nich gesehn. Das haben se früher für Papa nich gemacht. Hat keiner dran gedacht. Hat doch so gestürmt. Sturmopfer, Junge, Junge, junges Ding vom Baum erschlagen, du krichst die Tür nich zu, die ganzn Toten, das kann man nich vergessen. Der letzte Sonntach is das, nimmste n schönes Bild mit in Koppe, für jeden Totn ne Rose, legste jetzt ne Rose für Papa mit hin, traut se sich nich. Das wissen die doch alle gar nich mehr, musste ma wieda aufklären üba so wat wie das läuft mit für de Ewigkeit vergeigt, Wichtigtuer, hör mir doch auf, Zeit is Geld, wo denn noch, für wen, in Ewigkeit Amen, was denn. Könn sich ihre Werbung sonst wohin, kannste Papa mit nich zurückkaufen. Musste ma früher aufwachen, was dat heißt, son Leben, einmalig, son feiner Mensch …Was hat Papa viel gelacht … Is doch Ewigkeitssonntag, son Wahnsinn, Papa könnte noch am Leben sein … ma stille sein … dem ewigen Gebrabbel ma n Ende machen, was denn.


LUCA Abgehängt haben die uns wie ne
ausrangierte Lok. Deutsche Bahn. Wenn ich das schon höre, hör doch auf. Die ganzen Automaten haben die abgebaut, kriegste hier doch keinen Fernfahrschein mehr, nur noch die Regionalen. So machste Regionen kaputt. Was solln hier noch attraktiv sein, kommst ja gar nich mehr von hier her weg. Und n Kiosk am Bahnhof, davon kannste träumen. Samstag is hier alles dicht. Das fängt Freitag um vier an. Schotten runter. Dann kannste hier ne Stunde auf Anschluss warten. Kaiser Wilhelm das war einmal, tolles Gebäude, privat verkauft und nix läuft mehr. Jedes Kind, das hier geboren wird, kriegt n Willkommensgeschenk, weil´s so selten ist, das ist doch nicht mehr normal. Schön schön hier, grüne Wiesen, kannste s Gras zählen. Wenn de hier her ziehst, zahlen sie dir den Umzuch. Lockmanöver. Aber wie willstn hier richtig leben, fünf Minuten lassen se dir noch im Krankendings zur Erstdiagnose, gibt doch noch richtige Menschen, die heulen, die kündigen, die da abhauen, die diesen Mist nicht mitmachen, fünf Minuten für die Erstdiagnose, mehr Zeit können se sich nich leisten, alles Halsabschneider, nennt sich Manager, die wollen doch gar nicht mehr wissen, wen sie vor sich haben, die feinen Ärzte. Junge, Junge. Für die schöne tote Region hockt jetzt n Bestatter im Bundestag. Wenigstens das passt. Nichts anderes heißt das. Futterneid treibt die an die Urne, die ganzen Ausländer, die schon lange hier sind, von wer weiß woher gekommen. Denkste, die gönnen einem noch was? Egal, wer neu dazu kommt. Da gönnt doch keiner einem was. Ausländer für Deutschland, hör doch auf. Die kannste doch nicht wählen. Undankbar. In Köln hat jeder Dritte, hörste das, jeder Dritte kommt mal kam mal nich von hier. Finkenberg, da wo jetzt alle groß zur Wahl gegangen sind, die haben den höchsten Anteil von diesen Migraten da, kein Wunder, was die wählen. Da brauchste dich nicht zu wundern. Die treibt Futterneid an die Urne. Aber das wollen die feinen Herren ja nich hören. Feines Deutschland. Familiennachzug, diskutieren se jetzt über Familie, nee, wenn ich das schon höre, schöne Bundesfamilie. Da thront er doch in seiner Kutsche beim Oktoberfest, lässt sich einfahren wie son König, wissen doch alle Bescheid, Kindersleute. Jo Herrschaftszeiten, hau die hera, samma mehra, das stammt doch von denen. Versteh mich nich falsch, Jack hat auch noch so gesprochen, der hat das noch gelernt, war doch zur Meisterprüfung in München, weißte doch, so ein Bruder, das kommt nie wieder, einmalig, wenn der nich gefallen wäre, was wär das heute fürn Betrieb hier, schöne Familie.

...

Du greifst den Priestern
Mächtig in den Schritt
Zur Heiligsprechung
Kommen sie zu dritt
Unter den langen Mänteln
Nacktes Bein
Dreifaltigkeit heißt
Heimlich eilig einig sein

Wo goldene Kammern
Ihre Gelübde krönen
Verlangen die Kirchenmänner
Nach ihren Söhnen
Ergötzen sich entgeistert
Am eigenen Stöhnen

Du wirst mit Schweigegeld
Zum Date im Dom bestellt
Hast du die Kirchen im Sack
Gehört dir die Welt

Gehört dir die Welt?
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M. S. Rose

Willkommen! Welcome & Bienvenue!

Willkommen im Bloggarten der Autorin M.S. Rose / Pics (Olympus/Sony) © Texte/Fotos: M.S.Rose. / Kontakt: blues68(at)hotmail.de // ... Wenn enttarnte Tycoone bei einem warmen Essen für die humane Lesson in Share `N Compassion brennen, werden Kulturen von Erpressbaren zu Mangelwaren.

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